Texte zu Klimawandel

Klimawandel, von Alexandra Bader für ceiberweiber.at

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Klimakonferenz 2014

14.12.14 - 22:39, von Genanet, Quelle und mehr

GROSSE ENTTÄUSCHUNG ÜBER KLIMAKONFERENZ

Frustriert und enttäuscht äußerten sich die in der Women and Gender Constituency organisierten Frauenorganisationen über die schwachen Ergebnisse der UN-Klimakonferenz (COP 20) in Lima.

Auch wenn bei der COP 20 das "Lima Work Programme on Gender" verabschiedet wurde, mit dem die Umsetzung gender-sensibler Klimapolitik in allen Verhandlungsbereichen gestärkt und vorangetrieben werden soll, so sah auch diese wichtige Initiative sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass der Begriff gender equality dem Feilschen der Regierungen zum Opfer fiel. Übrig blieb, wie schon bei der Klimakonferenz in Doha, die gender balance

Aber selbst mit einem besseren Ergebnis zu Gender Equality bliebe die seit der gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen jährlich wiederholte Aussage bestehen: Die besten Vereinbarungen zu Gender nützen nichts, wenn die Verhandlungen zum Klimaschutz und zur Finanzierung der Anpassung an den Klimawandel scheitern.

Die Pressemitteilung der Women and Gender Constituency, ebenso wie die Interventionen bei den Verhandlungen, können hier nachgelesen werden (in Englisch).

„Größten Klima-Demonstration der Geschichte“

CODE Pink in New York City, 21.09.14

WLOE- Kommentar 10.10.2014

 „Mal eben schnell die Welt gerettet?“

Der Aufruf zur „größten Klima-Demonstration der Geschichte“ für eine globale Klimagerechtigkeit am 21.09.2014 mit dem Motto „Mal eben schnell die Welt retten“ hat es geschafft, Millionen Menschen auf die Straßen von Sydney, New York, Delhi, Rio de Janeiro und Berlin zu bringen. Dieses Ereignis selbst muss als Vorbild in puncto internationaler Zusammenarbeit für Klimagerechtigkeit verstanden werden, dem Politik und Wirtschaft bisher nicht gerecht werden. Anhaltende Untätigkeit und eine augenscheinlich geringe Priorität von Umweltverschmutzung und Klimawandel dürfen nicht länger hingenommen werden. Nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls und dem Scheitern von Kopenhagen muss der Druck und die Aufmerksamkeit auf die Klimakonferenz im kommenden Dezember in Lima erhöht werden. 

Für WLOE stellen sich die Fragen, welchen Beiträge wir dazu leisten können:

Wie können wir im Rahmen unseres internationalen Netzwerks ökonomische und ökologische Alternativen miteinander in Verbindung setzen und dabei die globalen und historischen Dimensionen hervorheben?  Wie können wir die internationalen Dimensionen von Zusammenarbeit und Informationsaustausch jenseits von Mainstream-Medien unterstützen? Wie wird in Deutschland und den USA über die Themen berichtet?Wir informieren:

Links:

http://bewegung.taz.de/termine/mal-schnell-die-welt-retten-globale-klima-demo

http://www.heute.de/weltweit-demonstrationen-fuer-klimaschutz-vor-un-klimagipfel-in-new-york-35085776.html

https://www.boell.de/de/2014/10/06/das-klimabewusstsein-waechst

https://www.boell.de/de/2014/09/25/action-points-vom-new-yorker-klimagipfel-einer-un-nicht-wuerdig

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-09/klimagipfel-ban-ki-moon-wachstum

http://www.rosalux.de/event/51180

http://www.pambazuka.net/en/category/features/93091

http://www.pambazuka.net/en/category/features/93092

 

ARCHIV: Gabi Horak: Öko-Gender-Check

(01.12.2007) Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Höchste Zeit, dass Frauen entscheidend mitreden – schließlich spüren sie die Auswirkungen am deutlichsten. (aus: an.schläge - das feministische Magazin)

(...)Seit einigen Jahren setzen sich Frauenorganisationen dafür ein, dass Genderaspekte in der Klimapolitik stärker berücksichtigt werden. In Bali wird das dafür aufgebaute Netzwerk genderCC (Women for Climate Justice) aktiv werden, das auch vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) unterstützt wird. So können unter anderem die Reisekosten für sieben Frauen aus Entwicklungsländern bezahlt werden. Denn bei der Klimakonferenz sollen die Perspektiven der Frauen aus aller Welt vorkommen. (...)

Zahlreiche Projekte. Heute gibt es weltweit zahlreiche Netzwerke und Projekte, die für Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik eintreten. Beispielsweise das bereits 1988 in Großbritannien gegründete Netzwerk „Women’s Environmental Network“ (WEN). Gemeinsam mit anderen Organisationen sammelt WEN derzeit online Unterschriften für ihr „Manifesto on Climate Change“: Darin fordern sie gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen bezüglich Klimapolitik, Investitionen in erneuerbare Energien, mehr umweltfreundliche Produkte und strengere Ziele bei der Reduzierung von CO2-Emissionen.
Die Europäische Kommission hat von 2003 bis 2005 das Projekt „Climate for Change“ unterstützt. Es war gleichzeitig das erste „Genderprojekt“ des Klima-Bündnis Europäischer Städte: In Kooperation mit Städten aus vier europäischen Ländern wurde die Situation von Frauen im kommunalen Klimaschutz untersucht. Alle Fakten, Argumente, Instrumente zur Frauenförderung sowie ein Gender-Check zur ersten Einschätzung wurden in einem „Toolkit“ zusammengefasst. Es ist auf deutsch, englisch und italienisch auf der Homepage www.climateforchange.net zu finden.

„Es geht um Fragen, die die Zukunft aller Menschen auf der Erde betreffen!“ Also: Klimapolitik ohne Frauen wird nicht gehen!

Linktipps:
www.genanet.de / www.wen.org.uk / www.climateforchange.net

Buchtipps:
Rachel Carson: Der stumme Frühling. Verlag Beck 2007
Helga Kromp-Kolb/Herber Formayer: Schwarzbuch Klimawandel.
Verlag Ecowin 2007

(Der ganze Artikel)

"Frauen sind die besseren Ökos"

Die Initiative genanet versucht mit einer Fotoaktion, Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und des Klimaschutzes zu verbinden. Fazit: Frauen denken ökologischer, kommen aber in der aktuellen Debatte seltener zu Wort als Männer. (taz 9.3.2007) mehr...

ClimateChangeMessengers

Wie um alles in der Welt können wir bloß alle miteinander auf diesem Planeten leben? ClimateChangeMessengers ist ein Fotoprojekt, welches sich um individuelle Gedanken dreht. Erfahre was Menschen über Klimawandel und mögliche Zukünfte für uns und unseren Planeten denken; was es ist, was sie bewegt, worüber sie sich Gedanken machen, was sie schon immer einmal zum Thema Klimawandel sagen wollten. genanet.de - focal point gender, environment, sustainability hat die Aktion am internationalen Frauentag 2007 gestartet, Hannah Förster von mnmlsm und TheCompensators fotografiert die ClimateChangeMessengers. Sowohl genanet als auch TheCompensators werden diese Aktion weiterführen, um so viele Gedanken und Nachrichten wie möglich einzufangen.

 

Viele wichtige Informationen zum Thema Frauen und Klima gibt es auf der Website von genanet im Bereich Klimaschutz.

genanet über sich:

Mit genanet, der Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit, sollen Strukturen aufgebaut werden, die eine effektive Einflussnahme auf (umwelt)politische Entscheidungen aus der Geschlechterperspektive ermöglichen. Von genanet sollen Impulse ausgehen, die dauerhaft Bewegung in den Mainstream bringen. Hier können Aktive sich vernetzen, neue Ideen, Konzepte und Strategien entwickeln und gemeinsame Projekte initiieren.

Empfehlenswert wie auch praktisch ist das Faltblatt 'Prima Klima. Geschlechtergerechtigkeit im Klimaschutz' (Download als PDF).